Kloster Rohr



01.10.2008 | Unsere Aktivitäten


Ausflug des Freundeskreises

der Benediktinerabtei Rohr nach Würzburg am 20.06.09

 

Pünktlich um 6.00 Uhr morgens traten 34 frisch ausgeschlafene Mitglieder des Freundeskreises der Benediktinerabtei Rohr ihren Jahresausflug mit dem Ziel Würzburg an.

 

Mit einem komfortablen Reisebus der Firma Heigl fuhren wir Richtung Frankenland.

Nach einer kurzen Pause am Rastplatz Steigerwald kamen wir am Residenzgebäude in Würzburg an.

Abt Gregor hielt eine feierliche Marienandacht in der Hofkirche der ehemals fürstbischöflichen Residenz. Die Hofkirche, die der Heiligsten Dreifaltigkeit gewidmet ist, wurde vom Architekten Balthasar Neumann 1731/32 erbaut, die Innenausstattung von den Würzburger „Zierkünstlern“ Antonio Bossi, Johann Byß und Wolfgang von der Auwera im Dienste der Familie Schönborn im römischen Barockstil ausgeführt.

Da unser Kulturprogramm straff gestaltet war, jagte ein „Highlight“ das andere.

Die im süddeutschen Barock erbaute Residenz wurde am 30.10.1981 von der UNESCO zum Weltkulturgut ernannt.

Beim geführten Rundgang durch die Residenz bestaunten wir das prunkvolle Treppenhaus mit einem von Giovanni Battista Tiepolo gestalteten 650 qm großen Deckenfresko, den Weißen Saal, den Kaisersaal und das aufwändig wiederhergestellte Spiegelkabinett.

Beeindruckend war auch die nächste Führung durch den Staatlichen Hofkeller mit einer Lagerkapazität von ca. 600.000 l Wein in Holzfässern. In den weitläufig, labyrinthisch verschlungenen Kellergängen des ehemaligen „Fürstbischöflichen Hofkellers“ spielten riesige „Beamtenweinfässer“ eine ganz besondere Rolle. Vor über 200 Jahren floss aus den Fassriesen nichts geringeres als das flüssige Sold der Hofbediensteten. Zurück in die dunklen Jahre des 30-jährigen Krieges führt die Geschichte des „Schwedenfasses“ und erzählt vom legendären Jahrtausendwein des Jahres 1540.

Nach der Mittagspause wartete unser genialer „Stadtführer“ Peter Wilhelm auf die Reisegruppe. Vorweg erklärte er, dass die Stadt Würzburg am 16.03.1945 im Bombenhagel der englischen Luftwaffe zu 90 % zerstört wurde. Diese Stadt ist ein Paradebeispiel für den Wiederaufbau und das Wirtschaftswunder der 50er Jahre. Der Stadtrundgang begann an der hochgotischen Marienkapelle am Marktplatz. Hier liegt der große Würzburger Baumeister Balthasar Neumann begraben. Bemerkenswert sind die Figuren von Adam und Eva am Südportal, ein Werk des berühmten Bildschnitzers Tilman Riemenschneider.

 

Die Alte Mainbrücke, eine der schönsten Steinbrücken Deutschlands, war unsere nächste Station. Die spätgotische Brücke (1120 –1133) bot einen herrlichen Ausblick auf die Festung Marienberg, die filigrane Wallfahrtskirche St. Maria („Käppele“) und die Weinberghänge mit den Weinbaulagen „Würzburger Stein“ und „Schlossberg“.

Nach einem kurzen Blick auf Würzburgs „Altes Rathaus“ erreichten wir den romanischen Dom St. Kilian. Besonders eindrucksvoll ist das von Tilman Riemenschneider geschaffene Grabmal für Rudolf von Scherenberg (1400 – 1495), ein Meisterwerk europäischer Bildhauerkunst.

 

Nun fuhren wir in den gemütlichen Ort Stammheim, wo Winzer Scheller in seinem Weinberg mit einer vorzüglichen Weinprobe auf uns wartete.

Die Weinverkostung mit Brotzeit wurde im Keller des Weingutes eingenommen. Winzer Scheller erheiterte uns mit lustigen, selbstverfassten Gedichten.

Nach einer ruhigen Heimfahrt erreichten wir wieder wohlbehalten Rohr.

 

Unser Dank gilt Herrn Peter Wilhelm, Frau Irmgard Weber, Frau Waltraud Hofmann und Frater Franz Neuhausen OSB für die Organisation des gelungenen Ausflugs.

 

Kurt Dachs