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Asamkirche

Baugeschichte von Asamkirche und Kloster Rohr

Eine Frucht der Kirchenreform Papst Gregors VII. waren die Chorherrenstifte. Als Zentren der Seelsorge auf dem flachen Land und zur Pflege der Liturgie entstanden sie zu Beginn des 12. Jahrhunderts in Altbayern und Österreich in erstaunlicher Zahl, zumal im Voralpenraum. In diese Zeit fällt auch die Stiftung des Klosters Rohr. 

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Baumeister und Künstler

Die Kirche zu Rohr ist ein Werk von Egid Quirin Asam (1692-1750). Er ist der Architekt, der Stukkator, der Gestalter der Altaraufbauten und der Schöpfer der plastischen Darstellung von Mariä Himmelfahrt (1717/23). E. Q. Asam ist durch den zeitgenössischen Klosterchronisten Antonius Bonzano als Architekt der Kirche gesichert; Bonzano spricht bei der Grundsteinlegung (1717) von dem “Edlen undt Kunstreichen Herrn Aegidii Asam, der das gebäu fuehrte”. Die Rohrer Kirche ist sein erstes architektonisches Werk von Rang.
1.Bild: Mariä Himmelfahrt, Plastik im Chorraum

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Architektur der Rohrer Asamkirche

Egid Quirin Asam und sein Bruder Cosmas Damian standen 1717 noch stark unter dem Eindruck ihrer Ausbildung an der Accademia di San Luca in Rom, wohin der Abt von Tegernsee sie geschickt hatte. So sind denn in der Rohrer Kirche vielfach römische Vorbilder und Einflüsse zu erkennen. Ein zweiter Faktor, der die Anlage Rohr mitgeprägt hat, waren die baulichen Vorgegebenheiten. Da schon aus finanziellen Gründen an einen gleichzeitigen Neubau des Klosters nicht zu denken war, andererseits aber der stabile Turm mit romanischem Unterbau, den erst zwanzig Jahre zuvor (1696) wohl Joseph Baader in barocker Manier aufgestockt hatte, in die neue Kirche einbezogen werden sollte - an den Turm und die Nordwand der Kirche lehnte sich (bis zur Säkularisation) seit 1452 noch die Heiliggeistkapelle an, einst Grablege der Vogtfamilie, der Herren von Abensberg -, mußte beim Bau auf diese Gegebenheiten Rücksicht genommen werden. Drittens verbot die unsichere Bodenbeschaffenheit jedes Experiment mit einer gewagten Gewölbe- oder Dachkonstruktion, die ein eigenwilliger Grundriß erfordert hätte.

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Die Innenausstattung des Chorraumes

In kaum einer anderen Kirche wird die Innenausstattung so vom Hochaltar bestimmt wie in Rohr. Er ist hier nicht einfach notwendiges Ausstattungsstück, sondern Zentrum, Keimzelle nicht nur der gesamten Innenausstattung, sondern bereits der Architektur des Raumes. Was bislang nur zu besonderen Zeiten aufgebaut wurde, etwa als Weihnachtskrippe oder Heiliges Grab, das entwickelt Egid Quirin Asam hier zu einer mächtigen, aus der Raumarchitektur erwachsenden, die ganze Chorapsis füllenden tiefräumigen Schaubühne. Nach Weltenburg wurde diese Altarform in Rohr zu ihrem unübertroffenen Höhepunkt geführt. Die wohlüberlegte indirekte Lichtzuführung bringt die Bühnenszene erst recht zur Wirkung.

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Die Innenausstattung des Kirchenschiffs

In der Vierung findet sich bei der Figur des Hl. Augustinus als Chronogramm die Spruchbandinschrift: Magne tVos sVperas faC tenDere praesVL In aVLas; am Vierungsbogen gegenüber, oberhalb des Wappens von Propst Patritius II. von Heydon, ebenfalls als Chronogramm die Spruchbandinschrift: VnIVs aC trInI DoMVs IsthaC stabIt honorI. Beide Chronogramme ergeben das Jahr 1721 und meinen offensichtlich den Abschluß der Stukkierung.

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